Meine Frau wurde gefragt, wieso denn die vielen Besucher, die zu uns kommen, alle auswandern wollen und hat diese schlichtweg selbst dazu befragt und auf ihrer website die Antworten eingestellt. Es ist äußerst interessant, die tief durchdachten Überlegungen der aus Deutschland auswandernden Menschen zu lesen. Klickt einfach auf den nachstehenden Button und Ihr werdet direkt auf die diesbezüglicher Seite meiner Frau verlinkt.  

 

Schaut mal nach, ob Ihr die Gründe der dortigen Antworten selbst nachvollziehen könnt?   

Tipps, was ein Einwanderer mitbringen sollte und was nicht:

 

Was man nicht mitbringen braucht:

 

In den Städten Paraguays gibt es fast alles, was es auch in Europa gibt. China überschwemmt bekanntlich alle Weltmärkte und so gibt es viel chinesischen Schrott nicht nur in Europa, sondern auch in Paraguay. Es gibt für ein wenig mehr Geld aber auch Markenware und Handwerksmaschinen wie von Makita, die für den südamerikanischen Markt in Brasilien produzieren. Diese Handwerksmaschinen sind hier preiswerter als in Europa. 

Auch Stihl und Husquarna im Motorsägenbereich produzieren in Südamerika. Möbel lohnen den Transport meist auch nicht, zudem gehen alle Pressspanmöbel aus Europa in der feuchten Wärme hier schnell kaputt. Es gibt die schönsten Vollholzmöbel natürlich viel günstiger als in Europa.

 

Ein vernünftiges Cross-Motorrad mitzubringen ist nicht schlecht, kleinvolumig und leicht und handlich. Hier gibt es verschiedene Modelle dem Namen nach, doch unterscheiden sie sich nur in unwesentlichen Details. Sie kommen alle aus China und haben alle den gleichen Motor in einigen Kubikvarianten bis zu 200 ccm. Die Dinger laufen erstaunlich gut und was kaputt geht, ist äußert billig zu kaufen und die vielen vielen Mopedschrauber arbeiten aus europäischer Sicht eher für ein Trinkgeld. Eine einzige Sache ist bei den China-Bikes ärgerlich: Wenn man nicht ständig fährt und der Sprit 1 bis 2 Wochen im Vergaser steht, dann bildet sich im Schwimmergehäuse ein regelrechter fester Pudding mit der Folge, dass beim nächsten Anlassen der Schwimmer klemmt, die Spritzufuhr nicht begrenzt und gestoppt wird und der Vergaser überläuft und der Motor absäuft. Es gibt also irgendeine chemische Reaktion des Benzins mit dem Aluminium des Schwimmergehäuses, denn diese Sauerei passiert nicht im Blechtank. Es liegt höchstwahrscheinlich nicht am Sprit in Paraguay, sondern an miserablem Aluminium der chinesischen Vergaser, denn dieses Problem gibt es weder bei einem hier gekauften Rasenmäher mit einem Briggs & Straton Motor und auch nicht bei den wenigen gebrauchten japanischen Bikes auf dem hiesigen Markt, die gebraucht rar und viel zu teuer sind. In Caaguazu gibt es auch Honda neu, natürlich viel teurer als die billigen China-Mopeds, aber sie sind zu kaufen.  Wenn man das Dilemma mit den chinesischen Vergasern einmal weiß, lässt man den Motor ab und zu mal laufen, wenn man nicht regelmäßig fährt und wenn's doch wieder passiert ist, weiß man, was man 10 min lang zu tun hat, nämlich Vergaser ausbauen und Schwimmergehäuse reinigen und wieder zusammenbauen und dann kann wieder gefahren werden.

 

Wer sich ein Motorrad aus Europa mitbringt, bringt besseres Material mit und hat diese Probleme nicht. Zumindest würde ich einen Vergaser für 150 oder 200 ccm mitbringen und diesen hier auf's China-Motörchen setzen. Das ist die billigste Variante, um dieser Spritversülzung zu entgehen.

 

 

 

Was solltet Ihr noch mitbringen?

 

Eine Eismaschine und zwar keine billige mit Kühlakkus, sondern eine für ca. 150-180 Euro in Deutschland zu bekommen, die einen eigenen Kühlkompressor hat und das Eis selbst friert.  So etwas gibt es hier nicht und das 12 monatige schöne Sonnenwetter und die rund ums Jahr reifenden Früchte laden geradezu ein, Sorbet und Eiskreationen am laufenden Band herzustellen. Vitamine und Aromen direkt aus der Natur pur mit wenig Zucker und erfrischend kalt sind zigfach besser und gesünder als Eis gekauft mit künstlichen Geschmacksstoffen, Emulgatoren, Farbstoffen und viel viel Zucker. Eure Kinder werden sich freuen und Ihr freut Euch über diese Erfrischungen auch mit !

 

Bringt für die Küche Edelstahltöpfe mit, denn die habe ich noch nirgends gefunden. Vielleicht gibt es sie in Asuncion, doch wer hat schon Lust eine Tagesreise in den Trubel der Hauptstadt zu machen, nur um Töpfe zu kaufen? Es gibt hier meist emaillierte Töpfe und Aluminiumtöpfe und -pfannen. Schön poliert glänzen sie wie Edelstahl und haben kaum Gewicht, doch wenn man drin rührt und kratzt, löst man nach und nach geringste Aluminiumspuren, die dennoch für unseren menschlichen Körper hoch giftig sind. Der menschliche Körper hat gegen Aluminium keine Abwehr, da dieses Metall in der Natur nicht vorkommt, sondern unter enormem Energieeinsatz erst herstellt wird. Also Edelstahlkochgeschirr mitbringen.

 

Wo wir gerade bei Edelstahl sind, bringt auch Edelstahlofenrohre für zwei oder drei mitgebrachte Zimmeröfen mit. Hier gibt schöne Kochherde wie zu Großmutters Zeiten zu kaufen, aber keine Zimmeröfen. Die Paraguayos kennen keine Öfen zum Zimmer wärmen. Wenn es im Winter 20 Grad kalt wird oder einige Nächte noch darunter, dann sieht man die Paraguayos derart eingepackt umher laufen, als kämen sie gerade aus einem Polargebiet. In der Tat frieren auch wir heftig, wenn es mal nur 20 Grad sind. Der Körper stellt sich nach wenigen Monaten auf die 20 - 40 Grad Wärme ein und von diesem Normalzustand abweichend empfindet der Mensch dann 20 Grad oder kühler als sehr kalt und friert. Im Prinzip lebt der Europäer im dortigen mittleren Temperaturbereich von 0-20 Grad und über 20 Richtung 30 wird es ihm heiß und unter null friert er.  In Paraguay lebt man im mittleren Temperaturbereich von 20-40 Grad. Hier wird es einem erst heiß, wenn es über 40 Grad hinaus geht und man friert, wenn die 20 Grad unterschritten werden. Um es dann trotzdem gemütlich im eigenen Heim zu haben, empfehle ich ein paar Zimmeröfen und zwar die billigsten aus dem Baumarkt. Oft gibt es schon für 100 Euro im Angebot sogenannte Werkstattöfen, die sind ideal oder auch die ganz einfachen Stahlöfen mit Sichtfenster für um die 150 Euro, ohne wärmespeichernden Speckstein oder andere Isolierungen, denn hier sind nur einige Nächte im Winter etwas kühler und um dann abends gemütlich zu sitzen, braucht Ihr einen einfachen Ofen, der den Raum sehr schnell aufheizt und dann kann er auch schon wieder ausgehen, wenn Ihr in die Betten steigt. Wärmespeicherung ist absolut überflüssig, die Sonne des nächsten Tages bringt auch im Winter wieder 28 - 30 Grad Wärme. Da es hier keine Zimmeröfen zu kaufen gibt, gibt es folglich auch keine Ofenrohre dafür. Weil Ihr hier keine kaufen könnt, sollten die mitgebrachten und installierten Ofenrohre sehr lange halten und das tun nur Edelstahlofenrohre, die zwar teurer sind als die Blechrohre oder die mit Aluminium versetzten Rohre, doch lohnt sich der Mehrpreis wirklich. Die Wandungen dieser Edelstahlrohre sind auch am dicksten.

 

Nächster Punkt: vernünftige Stereoanlage mitbringen! Die Paraguayos machen viel Musik und laute Musik zu Hause und mit großen Anlagen in Autos, doch kommt alles auch China und hält nicht lange. Unsere hier gekaufte schon größere Stereoanlage hat einige Monate durchgehalten, dann stellen sich zunächst Knopf für Knopf Wackelkontakte ein und als die Endstufe hinüber war, musste ich das Teil zur Reparatur bringen. Garantie kennt man hier nicht und gibt es nicht ! Der Händler ist nicht schuld, wenn die Ware aus China nicht lange hält und so ist es selbstverständlich, dass dieser keine Garantie übernimmt und die Chinesen auch nicht. Das gilt mit ganz wenigen Ausnahmen für alles, was Ihr in PY kauft. Es ist billig hier, aber ohne Garantie. Der Radio- und Fernsehtechniker, der unsere Stereoanlage reparierte, reparierte ca. fünf mal neu auf meine Reklamationen hin, da die Kiste nach seinen Reparaturen anschließend nicht vernünftig funzte oder wieder total ausfiel.

 

Danach habe ich den armen Mann nicht weiter belästigt, der schon so oft um sonst nachgebessert hat und dieses Chinateil nicht richtig reparieren konnte. Ich bestellte mir einen vernünftigen Pioneer Verstärker in Deutschland und nutze von der China-Anlage nur noch die großen Boxen. Habt Ihr eine gute Musikanlage, bringt sie mit, ansonsten kauft Euch eine und bringt sie mit.  Ihr habt hier viel mehr Zeit als im Alltag in Europa und da hört Ihr vielleicht auch gerne mal Musik oder lasst den Ton eines Kinofilms über die Anlage laufen.  Ich habe viel gefragt und bekam von Fachleuten die Auskunft, dass selbst in der Hauptstadt keine Auswahl an guten japanischen Musikbausteinen angeboten wird. Man sieht immer wieder von SONY kleinere tragbare Kompaktanlagen im Verkaufsangebot, doch ist so ein größeres Kofferradio nicht zu vergleichen mit einer vernünftigen Anlage, außerdem traue ich dem Namen SONY hier nicht, da die Chinesen unverfroren viele Markennamen auf ihren Schrott schreiben, ohne dass der hiesige Zoll deshalb etwas beschlagnahmen würde, wenn es Plagiate sind.  Hier gibt es in jeder Hinsicht mehr Freiheit und weniger Staatseingriffe :-)

 

Nun ein Rat für die Elektriker und generell für alle Selbermacher unter Euch und das sind bei Auswanderern zur Selbstversorgung doch die meisten:

 

Es gibt hier keine Lüsterklemmen zur Verbindung in Verteilerdosen. Hier wird lang abisoliert und zusammen gezwirbelt, Isolierband drum und fertig. Das geht einwandfrei und ich habe es auch so gemacht, als meine Lüsterklemmen ausgegangen sind oder ich die passende Größe nicht hatte. Wer allerdings auf Lüsterklemmen steht, muss sich diese ausreichend mitbringen. Schalter, Fassungen, Lampen und Kabel gibt es hier alles, jedoch rate ich dringend Stecker, Kupplungen und Steckdosen mit zu bringen. Die gibt es hier in verschiedenen Preisklassen und mit verschiedenem Aussehen, doch ist eines überall gleich: die stromführenden Klemmen und Stifte der Stecker, Steckdosen und Kupplungen sind allesamt aus schlechtem Material und rosten. Was dann passiert, weiß der Elektriker. Die Verbindung wird schlecht, ein Übergangswiderstand baut sich auf, der Stromverbrauch steigt und die Schadstelle wird heiß und heißer bis das Plastik des Teiles drum herum weich wird und schmilzt. Natürlich könnte auch ein Brand entstehen, doch sind die verwendeten Plastiksorten wenigstens schwer entflammbar. Ich habe schon neue Stecker auf Vorrat gekauft, weil immer mal wieder ausgetauscht werden muss und die Kontaktstifte der neuen Stecker rosteten schon komplett in der Einkaufstüte, als sie einige Wochen auf Reserve gelegt wurden und waren ungebraucht nur noch zum Wegwerfen gut.  Also Stecker und Kupplungen für Kabel und Verlängerungen mitbringen und Steckdosen für Eure ganze Hütte :-)

 

 Bring Dir ein kleines Stromaggregat mit. Ich hatte eines zuletzt für mein

Schiff neu gekauft für nur 100 Euro im Baumarkt mit einem
Zweitaktmotörchen und 650 Watt Leistung. Damit hat man immer ein bisschen
Strom, wo man ihn auch braucht, sei es für eine Pumpe irgendwo am Bach, wo
ich meine großen Stromaggregate nur mit großer Mühe hinbringen könnte.
Wir haben gerade mal keinen Stromtotalausfall, jedoch seit Tagen so
schwachen Strom, dass die Sparbirnen in die Knie gehen, wenn nur ein
Kühlschrank anläuft und meine Arbeitsmaschinen gar nicht laufen = Pause
mit Türenbau, da gleich beide meiner großen Stromaggregate in Reparatur
sind. Das von D mitgebrachte große 5.000 Watt Dieselaggregat soll wieder
laufen, steht aber noch in Asuncion und wartet auf Abholung. Mein neues
3.000 Watt Benzinaggregat aus Caaguazu springt wieder nicht an, obwohl der
Chinavergaser sauber ist und ist weg zur Reklamation. Die kleinen
Stromaggregate in D kommen zwar wie mein großes Mitgebrachtes auch alle
aus China, doch produzieren die Chinesen für den deutschen Markt mit
besserem Material und ich kenne keinen Fall aus D, dass das Aluminium des
Vergasers so schlecht ist, dass es mit dem Benzin reagiert und den Sprit
in eine feste Sülze verwandelt. Deshalb mein Tipp, von Deutschland ein
Stromaggregat von sehr handlich klein und leicht tragbar bis höchstens
2.000 Watt mitbringen, die kann man auch noch einigermaßen gut
"schleppen". Wenn du in einem Baumarkt so ein Teil bis 1.000 Watt für
um die 100-150 Euro findest, könntest Du mir das auch mitbringen. Diese
kleinen mit Zweitaktmotor haben den Vorteil, dass der Motor viel einfacher
und robuster ist, keine Ventile vorhanden sind und eingestellt werden
müssen, keine Ventilsteuerung vorhanden ist etc. und das Vergasermaterial
ist besser als das hiesige.

________________________________________

 

Das ist das Wichtigste, was mir gerade eingefallen ist. Wenn mir weitere Tipps in den Sinn kommen, ergänze ich diesen Text. Habt Ihr spezielle Fragen, stellt sie mir per mail oder Kontaktformular.

 

________________________________________

Linktipps

Allerlei aus Paraguay

ist der Titel der Internet-Seite meiner Frau,  erfrischend anders und sehr informativ, ein Besuch lohnt sich immer ;-)

Die Seite für Lebensfreude = Urlaub und oder Landkauf und oder Burgbau      

Die Seite mit Antworten auf Fragen wie:

Wie stehen heute Banken, Großkonzerne und Politiker in Verbindung?

Wieso ist Energie so teuer und Alternativen werden ausgebremst?

Wieso müssen so viele Menschen an Krebs sterben, was sind Chemtrails und so weiter...

Sprache wählen und Film anschauen, das bildet erheblich mehr als die Bild-Zeitung. Wer keine Angst vor der Wahrheit hat, der soll den Film schauen. SEHR WICHTIG !

Hier geht es zu einer anderen privaten homepage von lebenshungrigen Selbermachern, die Ungarn als Alternative zum einengenden bevormundenden Stress in Deutschland gewählt haben. Diese Seite enthält Informationen in vielfacher Ausrichtung und wird ständig aktualisiert. Ist bestimmt ein Besuch wert !